Auszeichnung mit Verdienstorden: Ulrich Temps setzt Maßstäbe in der Integrationsarbeit

Vorbildliches Engagement für Integration und Vielfalt

Ulrich Temps wurde mit dem Verdienstkreuz am Bande des Niedersächsischen Verdienstordens ausgezeichnet. Diese Ehrung würdigt sein langjähriges, außergewöhnliches Engagement für die Integration von Geflüchteten und benachteiligten jungen Menschen in die Arbeitswelt. Bereits seit der Flüchtlingskrise 2015 ist das Thema Integration fest in der Unternehmenskultur verankert.

Das schreibt die HAZ:

Sein Engagement für die Integration Geflüchteter in die Arbeitswelt hat schon vielfach Schlagzeilen gemacht. Auch sonst ist Ulrich Temps ein Unternehmer mit Herz und Weitblick. Jetzt hat er das Verdienstkreuz am Bande des Niedersächsischen Verdienstordens bekommen. Die Flüchtlingspolitik der neuen Regierung hält Temps allerdings für verfehlt.

Neustadt/Hannover.

Er hat schon vor Jahren erkannt, wie wichtig es ist, Neuankömmlinge und andere benachteiligte junge Menschen in die Arbeitswelt zu integrieren. Für sein vielfältiges Engagement wurde dem Neustädter Unternehmer Ulrich Temps jetzt ein Orden verliehen. Mit deutlichen Worten hat der Firmenchef sich zu dieser Gelegenheit gegen die aktuell praktizierte Flüchtlingspolitik der Bundesregierung gewandt.

Er setze darauf, mit den Menschen zu arbeiten, die hier sind, sagte Temps im Gespräch mit der Redaktion. „Dafür kämpfen wir hier auch weiterhin.“ Aktuell sei das auch notwendig. Er sehe verärgert und besorgt, wie den Geflüchteten hier die Hilfe zur Integration verweigert werde – „und dann schicken sie für Millionenbeträge große Delegationen ins Ausland, um da Arbeitskräfte anzuwerben – das ist völlig unverständlich“, sagte er.

Temps bekam am Freitag, 27. März, von der stellvertretenden Regionspräsidentin Ute Lamla (Grüne) in Hannover feierlich das Verdienstkreuz am Bande des Niedersächsischen Verdienstordens überreicht. Er habe sich um den Wirt­schafts­standort Nie­dersachsen verdient gemacht und agiere in seinem deutschlandweit aktiven Un­ter­nehmen, der Temps GmbH Malereibetriebe, mit großem sozialem Verantwor­tungsbe­wusstsein, hieß es in der Begründung.

Integration ist ihm eine Herzensangelegenheit

Seit der sogenannten Flüchtlingskrise 2015 hat Temps erheblich in die Integrationsarbeit investiert. Diese hat sich inzwischen zu einem festen Bestandteil seines Unternehmens entwickelt – und Temps selbst zu ihrem Botschafter, der andere Unternehmen mit den eigenen Erfahrungen berät.

Die Region fasst die Zahlen und Fakten zusammen. Die Temps GmbH beschäftigt an ihren fünf Standorten 530 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit 30 un­terschiedlichen Nationalitäten. Seit 2018 haben rund 50 Auszubildende mit Fluchthintergrund im Unternehmen ihren Berufsabschluss erhalten. 2024 habe das Unternehmen 13 weitere Ausbildungs­verträge mit jungen Geflüchteten geschlossen.

Fast zehn Jahre ist es her, dass Temps das betriebseige­ne Ausbildungszent­rum an der Hans-Böckler-Straße eröffnet hat. Dort bekommen die Auszubilden­den zusätzlich zum Berufsschulunterricht einmal wöchentlich Unterstützung in Theorie und Praxis, etwa mit fachspezifischem Deutschunterricht und intensiver Vorbereitung auf die Prüfungen.

Um die Aus- und Weiterbildung der Geflüchteten kümmern sich drei ehemalige Lehrkräfte. Eine hausinterne Juristin unterstützt sie bei Behördengängen und der Anerkennung ausländischer Qualifikationen. Sie initiiert Einbürgerungen und setzt sich für Aufenthaltstitel der Auszubildenden und Beschäftigten ein.

Auch im Alltag bietet das Unternehmen Hilfestellung, etwa indem es Wohnraum anbietet, Freizeit- und Kulturangebote macht. Diese Integrationsarbeit versteht er als kontinuierlichen Prozess, der Ge­duld, Flexibilität und ein hohes Maß an Engagement erfordert.

Andere Betriebe ermutigen

Weiterhin bringt sich Ulrich Temps im Netzwerk „Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ (NUIF) ein, um seine Erfahrungen zu teilen und andere Betriebe zu ermutigen. Temps war 2022 dort Regionalbotschafter und hat in dieser Rolle verdeutlicht, wie sehr Unternehmen profitieren können, wenn sie sich der In­tegration Geflüchteter annehmen.

Temps’ Integrationskonzept hat bundesweit viel Aufmerksamkeit in Medien und Politik erfahren. Mit dem Unternehmensnetzwerk hätten er und seine Mitstreitenden wichtige Aufbauarbeit geleistet, sagt der Neustädter. Dass man nun in der Politik quasi von vorn anfangen müsse, ärgere ihn gewaltig.

Dennoch wolle er sich nicht entmutigen lassen. „Wir kämpfen weiter“, verspricht er. Zur Ordensverleihung am Freitag habe er die wichtigsten Mitstreiterinnen und Mitstreiter eingeladen, die ihn seit Jahren begleiten. „Ohne sie hätten wir das alles niemals so schnell, tiefgründig und schlagkräftig umsetzen können“, sagte Temps.

Engagement auch für Sport, Kultur und Energiewende

Dabei haben die Laudatoren noch nicht einmal Temps’ ganzes Engagement gewürdigt. Es gibt noch so viel mehr. Die Basketballmannschaft des TSV Neustadt beispielsweise trägt den Namen des Unternehmens, das seit vielen Jahren zu den wichtigsten Sponsoren gehört: Temps Shooters. Und mit der Ausstellung „Kunst bei Temps“ hat das Unternehmen mehrfach einer interessanten und vielschichtigen Kunstschau Raum in seinen Ausbildungshallen gegeben. Wegen des großen Umbaus im Unternehmen pausiert die Schau aktuell. Und den Umzug der Tafel in die neuen Räume unterstützt das Unternehmen ebenso.

Auch die Energiewende gestalte Ulrich Temps aktiv mit, berichtet die Region noch: Zurzeit entsteht auf dem Firmengelände ein nachhaltiger Neubau des Verwaltungsge­bäudes. Kernstück der Wärmeversorgung ist eine 130 Meter tiefe Geothermiebohrung. Ab der Fertigstellung im September 2026 soll die neue Firmenzentrale nahezu energieau­tark funktionieren und rund 85 Prozent des Heiz- und Kühlbedarfs aus erneuerbaren Energien decken.

Auch die Neustädter Zeitung berichtet am 30.03.2026.

  • Foto-Credits Foto 1: © Ines Schiermann
  • Dieser Blog-Beitrag wurde KI-gestützt erstellt.